Um flächendeckende und unübersichtliche Einsatzszenarien zu beherrschen, kommen bei den Feuerwehren Führungsgremien zum Tragen, die bis zu Einrichtung eines Stabes reichen. 

Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, erfolgte eine ganztägige Schulung durch einen externen Referenten. Bereits im vergangenen Jahr wurde eine solche Übung durchgeführt, bei der immer größere Schadenslagen bearbeitet werden mussten. 

Dass die in diesen Übungen eingerichteten Führungsstrukturen auch praxistauglich sind, wurde zuletzt bei den schweren Unwettern im Februar diesen Jahres unter Beweis gestellt. 

Die nun durchgeführte Stabsrahmenübung erfolgte jedoch in größerem Rahmen als im letzten Jahr: Neben der Führungsspitze der Feuerwehr und den eingesetzten Zugführern kamen nun einige Gruppenführer hinzu, welche dem Stab zuarbeiteten und durch Rückmeldungen von den „Einsatzstellen“ für realistische Bedingungen sorgten. Auch die IuK-Gruppe der Feuerwehr wurde eingebunden und arbeitete sowohl in der Zentrale als auch im neuen ELW.

Im ersten Szenario wurde der Brand in der Großgarage eines Wohngebäudes angenommen und durch einen einzelnen Einsatzleiter abgearbeitet. Dabei wurde durch den Übungsleiter eine effektreiche Software eingesetzt, bei welcher Brandrauch und Feuer in die Fotos von echten Gebäuden in Dieburg eingebunden wurden. 

Der nächste angenommene Einsatz behandelte den Brand in einem auswärtigen Reiterhof, bei welchem neben der Menschenrettung auch die Wasserversorgung und Ausbreitung des Brandes für Hürden sorgten. Durch die Einrichtung mehrerer Einsatzabschnitte konnte jedoch die Chaosphase schnell überwunden und die Lage schließlich beherrscht werden. 

Anspruchsvoller wurde es im dritten Übungsszenario: In einem Dieburger Seniorenzentrum wurde der Teileinsturz des Gebäudes nach einer Gasexplosion angenommen. Auch hier konnte durch das Einrichten mehrerer Einsatzabschnitte die Kontrolle über die Lage gewonnen werden. 

Abschließend kam eine Flächenlage mit rückwärtigem Stab zum Tragen, welche die Führungskräfte jedoch aufgrund der Erfahrungen bei Orkantief Sabine vor keine größeren Herausforderungen stellte.