Immer wieder sind die Freiwilligen Feuerwehren auf gegenseitige Unterstützung bei kleineren und größeren Schadenslagen angewiesen. Um für diese Fälle bestmöglich vorbereitet zu sein und die Zusammenarbeit unter nahezu realistischen Bedingungen zu üben, wurde durch die Feuerwehr Messel eine gemeinsame Brandangriffsübung bei der Firma Ytong-Xella ausgerichtet. Im stark verrauchten mehrgeschossigen Produktionsbereich wurden sechs Personen vermisst und auch vom außenstehenden Silo musste eine Person über die Drehleiter gerettet werden.

Nach einer ersten Erkundung des Einsatzleiters wurde der Einsatzschwerpunkt umgehend auf die Menschenrettung festgelegt, weswegen alle verfügbaren Atemschutzgeräteträger beider Feuerwehren den verrauchten Bereich absuchten. Für die eingesetzten Atemschutztrupps wurde ein gemeinsamer (gemischter) Sicherheitstrupp durch einen Atemschutzgeräteträger aus Messel und einen aus Dieburg bereitgestellt.

Und tatsächlich wurde durch die Übungsleitung ein Atemschutznotfall eingespielt, welcher durch beide Feuerwehren in vorbildlicher Zusammenarbeit beinahe in Rekordzeit abgearbeitet und absolut zufriedenstellend gelöst wurde: Trupps beider Feuerwehren brachten den „verunfallten“ Kameraden gemeinsam in Sicherheit.

Im weiteren Verlauf wurde der weitläufige Komplexe mithilfe des Großlüfters vom Abrollbehälter Sonderlöschmittel innerhalb kürzester Zeit entraucht.

Nach dem gemeinsamen Rückbau fand eine abschließende Übungsnachbesprechung im Gerätehaus der Feuerwehr Messel statt. Bei leckerem Essen und Erfrischungsgetränken wurde insgesamt ein äußerst positives Resümee gezogen.