Nahtlos da weitermachen, wo man mit der Glanzleistung des vergangenen Jahres aufgehört hat und bis zum Landesentscheid marschierte, wollte die Wettkampfmannschaft der Feuerwehr Dieburg beim diesjährigen Entscheid auf Kreisebene in Pfungstadt-West. Hierzu übte die Truppe wieder mehrmals im Vorfeld auf dem Festplatz im Schlossgarten sowie theoretisch im Selbststudium. Hochmotiviert und mit entsprechenden Erwartungen fuhr man zum Kreisentscheid. Ebenfalls im Gepäck waren die von Bürgermeister Frank Haus aufgrund des letztjährigen Höhenflugs gestifteten Trikots.

Nach nahezu fehlerfreier Theorieprüfung ging es in die Praxis. Auch hier konnte bis kurz vor Schluss wieder eine nahezu perfekte Übung gezeigt werden, doch dann kam alles anders. Beim letzten Akt des Brandangriffsszenarios wurde das Strahlrohr geöffnet und es passierte schlichtweg nichts. Kaum Wasser kam aus der Armatur, welche sich im Nachhinein als defekt herausstellte. Auch der zügig beigebrachte Ersatz konnte eine Zeitüberschreitung letztlich nicht verhindern. Wohlbewusst, dass dies einen der vordersten Plätze kosten wird, zogen die Teilnehmer vom Feld.

Bei der Verkündigung des Ergebnisses bestand Gewissheit. Durch das Materialversagen landete das im vergangenen Jahr so erfolgreiche Team abgeschlagen auf Platz 10. Mit dem Blick in die Wertung konnte zudem festgestellt werden, dass man ohne obigen Vorfall den zweiten Platz belegt und damit abermals die Bezirksebene erreicht hätte.

Aufgrund gezeigter Leistung konnten aber alle aus der Mannschaft ihre persönlichen Abzeichen ausbauen. Darunter mit Stephan Auer auch der Erste der Feuerwehr Dieburg, der das Hessische Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold mit Zahl (10) erhielt.