Nachdem die letzte Präsenzübung rund 8 Monate zurückliegt, wurde durch die Führung der Feuerwehr eine Gefährdungsanalyse durchgeführt und daraus resultierend ein Konzept erarbeitet, mit welchem praktische Übungen unter strengen Auflagen nun wieder möglich sind. Diese Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit Bürgermeister und dem Brandschutzaufsichtsdienst gefällt.

Der Schwerpunkt dieser nun angesetzten Übungen soll auf den Themen Atemschutz sowie Fahrzeug- und Gerätekunde liegen. Insbesondere die aufgrund der Pandemie ausgebliebenen Übungen mit umluftunabhängigem Atemschutz haben weitreichende Folgen für die Sicherheit der Einsatzkräfte, da fehlende Praxis zu schwerwiegenden Fehlern im Einsatz führen kann.

„In Bezug auf die Sicherheit unserer ehrenamtlichen Einsatzkräfte steht das Aussetzen der Übungen mittlerweile in keinem Verhältnis mehr zu dem Risiko, das im Einsatz daraus resultiert. Daher sind wir nun diesen Weg gegangen.“ – Carsten Hammer, Stadtbrandinspektor

Das neue und mittlerweile nicht mehr ganz einzigartige Konzept setzt auf Schnelltests rund 30 Minuten vor der eigentlichen Übung; die Tests werden durch den Ortsverein des DRK Dieburg durchgeführt. Auch ist die Zahl der Übungsteilnehmer im Sinne des Infektionsschutzes auf einen sehr kleinen Kreis beschränkt, welcher sich am Übungsabend nochmal in kleinere Gruppen teilt. Für alle Kameraden mit negativem Testergebnis ist im weiteren Verlauf die Teilnahme an Übungen in einem Zeitfenster von rund 24 Stunden möglich.

Neben der Fahrzeug- und Gerätekunde an den Erstangriffsfahrzeugen stand aus diesem Grund in den letzten Tagen die Belastungsübung unter umluftunabhängigem Atemschutz auf dem Plan. Hierbei wurde ein Übungskonzept ausgearbeitet, welches eine praktische Ausbildung hauptsächlich im Freien vorsieht. In diesem Zuge erfolgt auch eine Einweisung in das Atemschutz-Überdrucksystem, welches in Kürze in Dieburg eingeführt werden soll.

Neben den Erstangriffsfahrzeugen wurde bei den angesetzten Übungen auch die Drehleiter in Augenschein genommen, welche gegenwärtig als Leihfahrzeug in Dieburg stationiert ist. Das Dieburger Fahrzeug befindet sich nämlich gegenwärtig bei einer mehrwöchigen Wartung. Bei Einsätzen und Maschinistenausbildung hatte das Fahrzeug mit Kennzeichen aus Bayern zuletzt für Verwirrung in der Bevölkerung und zahlreiche Anfragen geführt.

Wenngleich der kameradschaftliche Teil vor und nach den Übungseinheiten ausfallen musste, begrüßten die Kameraden die praktische Ausbildung und zogen bislang allesamt ein positives Resümee. Positive Testergebnisse zu Beginn der Übungen gab es übrigens bislang nicht.