Datum: 23 Mai, 2026 um 12:16 Uhr
Alarmierungsart: TME
Dauer: 7 Stunden 24 Minuten
Einsatzart: Brandeinsatz > F 2
Einsatzort: Messel
Fahrzeuge: LF 20, DLK 23/12, TLF 20/40 SL, GW-L, PKW 1
Weitere Kräfte: Bauunternehmen, Brandschutzaufsichtsdienst, Feuerwehr Dreieich, Feuerwehr Eppertshausen, Feuerwehr Groß-Zimmern, Feuerwehr Messel, Feuerwehr Urberach, Polizei, RTW, SEG DRK
Einsatzbericht:
Am Samstagmittag wurde die Feuerwehr Dieburg um die Mittagszeit zu einem Brand im Bereich eines Schützenvereins zwischen Messel und Offenthal alarmiert. Bereits im ersten Alarmstichwort wurde das Tanklöschfahrzeug aus Dieburg zur Unterstützung hinzugezogen.
Kräfte der Feuerwehr Messel meldeten bereits auf der Anfahrt eine weithin sichtbare Rauchsäule. Aufgrund der Lage wurden umgehend zusätzliche Atemschutzgeräteträger aus Dieburg sowie Eppertshausen nachalarmiert. Ebenfalls wurde die Drehleiter aus Dieburg zur Einsatzstelle entsandt.
Vor Ort stand der Schießstand des Vereins in Vollbrand. Die Löschwasserversorgung gestaltete sich aufgrund der abgelegenen Lage schwierig, weshalb mehrere Tanklöschfahrzeuge aus umliegenden Kommunen im Pendelverkehr eingesetzt wurden, um die Wasserversorgung sicherzustellen.
Ein Innenangriff war aufgrund der enormen Hitzeentwicklung nur sehr eingeschränkt möglich. Einsatzkräfte brachten unter anderem eine Gasflasche sowie gelagerte Munition aus dem Gefahrenbereich in Sicherheit. In der Folge konzentrierten sich die Maßnahmen überwiegend auf einen massiven Außenangriff, wodurch eine weitere Ausbreitung des Brandes erfolgreich verhindert werden konnte.
Um an versteckte Brandnester im Dachbereich zu gelangen, wurden zunächst Öffnungsarbeiten durch die Feuerwehr vorgenommen. Diese gestalteten sich jedoch schwierig, weshalb schließlich ein Bagger eines örtlichen Unternehmers eingesetzt wurde. Mit dessen Hilfe konnte das Dach geöffnet beziehungsweise eingerissen werden, sodass gezielte und wirksame Nachlöscharbeiten möglich waren. Zusätzlich kam Löschschaum zum Einsatz, der unter anderem über die Drehleiter aufgebracht wurde.
Da frühzeitig davon ausgegangen werden musste, dass es sich bei der Dachkonstruktion um asbesthaltige Materialien handelte, wurden bereits zu Beginn des Einsatzes umfangreiche Schutzmaßnahmen für alle Einsatzkräfte veranlasst. Ebenso kam ein interkommunales Hygienekonzept zur Anwendung, um eine mögliche Kontamination mit Asbestfasern – einem lungengängigen Gefahrstoff – auszuschließen.
Die Aufräum-, Reinigungs- und Wiederherstellungsarbeiten zogen sich bis in den frühen Abend hinein und wurden teilweise am Feuerwehrstützpunkt durchgeführt.
Die Zusammenarbeit aller beteiligten Feuerwehren und Organisationen verlief während des gesamten Einsatzes äußerst professionell und reibungslos.