Datum: 8 August, 2026 um 19:15 Uhr
Einsatzart: Brandeinsatz > F WALD 1
Einsatzort: Dieburg/Großwiesenweg
Fahrzeuge: ELW, LF 20, TLF 20/40 SL, GW-L, KdoW, LF 10 KatS, MTF 1, PKW 1
Weitere Kräfte: Feuerwehr Groß-Zimmern, Feuerwehr Münster, Polizei, RTW, SEG DRK


Einsatzbericht:

Am Samstagabend meldeten mehrere Anrufer aus dem Industriegebiet eine deutliche Rauchentwicklung im Norden Dieburgs. Da die Einsatzstelle aus der Entfernung zunächst nicht eindeutig lokalisiert werden konnte, rückte die Feuerwehr zur Erkundung aus.

Im Großwiesenweg fanden die Einsatzkräfte schließlich rund ein Dutzend brennende Strohballen vor. Das Feuer griff rasant auf die angrenzenden, unter einer Lagerfolie abgedeckten Ballen über. Trotz der sofort eingeleiteten Löschmaßnahmen und weiterer Nachalarmierungen standen innerhalb kürzester Zeit rund 90 Strohballen in Vollbrand.

Zur Unterstützung der Dieburger Einsatzkräfte wurden die Feuerwehren aus Groß-Zimmern und Münster hinzugezogen. Aufgrund der enormen Brandlast gestaltete sich die Brandbekämpfung besonders aufwändig. Die Strohballen mussten mit Rad- und Teleskopladern auseinandergezogen werden, um Glutnester freizulegen und die einzelnen Ballen gezielt ablöschen zu können.

Für die Tanklöschfahrzeuge wurde in der Nähe des Bahnhofes ein Pendelverkehr eingerichtet. Dadurch kam es zu Beeinträchtigungen des Verkehrs, von denen auch Fußgänger und Radfahrer betroffen waren.

Unterstützung erhielt die Feuerwehr zudem von örtlichen Landwirten, die mit Traktoren und landwirtschaftlichen Geräten an der Einsatzstelle tätig waren. Auch Lohnunternehmer unterstützten die umfangreichen Löschmaßnahmen mit Zugfahrzeugen und Silos. Diese konnten Wasser aus der nahegelegenen Kläranlage aufnehmen und zur Einsatzstelle transportieren. Hierfür waren städtische Mitarbeiter bis spät in die Nacht vor Ort.

Allein über die eingesetzten Silos konnten insgesamt rund 150.000 Liter Wasser an die Einsatzstelle gebracht werden.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden über das modulare Warnsystem („MoWaS“) Warnungen über die Systeme KATWARN, NINA und HessenWARN ausgelöst. Rauch und deutlicher Brandgeruch waren im gesamten Stadtgebiet von Dieburg und Münster wahrnehmbar. Hierdurch kam es auch zur Auslösung einer Brandmeldeanlage.

Auch Bürgermeister Frank Haus machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und dankte den Einsatzkräften sowie allen weiteren Unterstützern für ihren Einsatz.

Um den Rettungswagen des Regelrettungsdienstes nicht für die gesamte Dauer an der Einsatzstelle zu binden, wurde die SEG-Einheit des DRK OV Dieburg alarmiert, um die Einsatzkräfte medizinisch abzusichern.

Die aufwändigen Lösch- und Nachlöscharbeiten zogen sich bis etwa 04:00 Uhr in die frühen Morgenstunden. Bereits um 07:00 Uhr erfolgte eine erneute Kontrolle der Einsatzstelle, um mögliche wieder aufflammende Glutnester auszuschließen.

Der Einsatz zeigte einmal mehr, wie wichtig das schnelle und koordinierte Zusammenspiel von Feuerwehr, Landwirten, Lohnunternehmen und städtischen Mitarbeitern bei einem solchen Flächenbrand ist.