Liebe Gönner und Freunde der Feuerwehr,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
im Namen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Dieburg wünsche ich Euch / Ihnen alles Gute und vor allem Gesundheit für das neue Jahr.
2026 hat begonnen, 2025 liegt hinter uns – wieder einmal ein ereignisreiches und mitunter anstrengendes Jahr.
227 Einsätze galt es zu bearbeiten – oftmals kleinere Einsätze oder auch Fehlalarme, jedoch auch einige nennenswerte Ereignisse. Ich denke, vielen von Ihnen ist insbesondere der Brand in der Löwengasse im Februar noch im Hinterkopf. Sicher kein alltäglicher Einsatz, so hat er aber wieder gezeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen und den Einheiten des Landkreises ist. Zudem konnte die moderne Drohnentechnik erheblich zur Lagebeurteilung und Festlegung von effizienten Einsatzmaßnahmen eingesetzt werden. Weitere Brände waren zum Beispiel im stillgelegten Rochus-Krankenhaus oder in einer Werkstatt im Industriegebiet Nord. Eine Vielzahl an Hilfeleistungseinsätzen verlangte uns der Übergang von der B45 auf die B26 ab – nach den Sanierungsarbeiten der Asphaltdecke kehrt hier hoffentlich etwas mehr Ruhe ein. Zudem hatten wir auch einige Einsätze an der Bahnstrecke – glücklicherweise oftmals ein erfasstes Wildtier, leider einmal aber auch mit einem Todesopfer.
Hinzu kamen zahlreiche überörtliche Einsätze – auch hierbei signifikante Ereignisse wie z.B. der Brand in einem Mehrfamilienhaus in Gundernhausen oder der LKW-Brand an einer Laderampe eines Supermarktes in Groß-Umstadt.
Das erste Halbjahr stand zudem fest im Zeichen des Feuerwehrfestes, welches wir in Verbindung mit dem Kreisfeuerwehrtag am letzten Juniwochenende von Freitag bis Sonntag feiern durften. Bei bestem Wetter konnten wir zahlreiche Gäste aus Nah und Fern, viele Abordnungen benachbarter und befreundeter Feuerwehren und diverse Ehrengäste begrüßen. Mit viel Fleiß und Hingabe wurden die Planungen erstellt, die Vorbereitungen durchgeführt – und im Nachgang auf ein tolles und erfolgreiches Fest zurückgeblickt. An dieser Stelle ein großer Dank an alle Förderer und Gönner, ohne dieses Fest insbesondere wirtschaftlich gar nicht zu stemmen wäre. Ein Dank aber auch an jeden einzelnen Besucher, denn nur mit Ihnen wird ein solches Fest zu einem tollen Erlebnis.
Natürlich beschäftigte uns das ganze Jahr über unser alltägliches Geschäft – Übungsdienste der Einsatzabteilung und verschiedener Fachgruppen, Gruppenstunden der Jugendfeuerwehr und der Dibboijer Löschifanten und regelmäßige Verwaltungstätigkeiten. An dieser Stelle gilt ein großer Dank an alle engagierten Führungskräfte, Betreuerinnen und Betreuer für die geleistete hochqualitative Arbeit. Im Bereich der Jugendarbeit brauchen wir uns glücklicherweise in keiner Altersklasse Sorgen um den Nachwuchs machen.
Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, mich auch bei unseren politischen Gremien und Vertretern zu bedanken. Auch in Zeiten knapper Haushaltsbedingungen konnten notwendige und unaufschiebbare Beschaffungen umgesetzt werden. Leider mussten einige Beschaffungen oder Investitionen zunächst aufgrund der fehlenden Haushaltsfreigabe verschoben werden. In einigen Themen gibt es aber leider prinzipiell kaum Vorankommen in der politischen Abstimmung – und oftmals eine Blockadehaltung, die sachlich wenig nachvollziehbar ist. Dies gipfelt mitunter darin, dass in offiziellen Sitzungen Aussagen über die Feuerwehr getroffen werden, wo es nicht mal eine sachliche und direkte Kommunikation mit den Aktiven bzw. den Verantwortlichen gegeben hat. Hier sehen wir für die ein oder andere Fraktion durchaus Potenzial, die Zusammenarbeit und damit auch Wertschätzung des Ehrenamtes zu verbessern – und politische Machtspielchen oder persönliche Eigeninteressen außen vor zu lassen.
Zu guter Letzt gilt mein Dank allen Aktiven und deren Familien. Unsere Feuerwehr ist ein Ehrenamt, welches die Mitglieder mit hohem Einsatz und Hingabe leben – oft mit Einfluss auf Familie und Freunde. Dies bedeutet, bei einer Alarmierung alles stehen und liegen zu lassen, zu jeder Tages- und Nachtzeit, um ggf. auch fremden Menschen Hilfe zu leisten – vielleicht auch in gefährlichen Situationen. Und dies ohne Eigennutz und ohne Entlohnung. Leider ist dies gerade in der heutigen Gesellschaft nicht selbstverständlich Wir freuen uns daher über jeden, der mitmacht oder uns entsprechend unterstützt.
In diesem Sinne wünsche ich Euch / Ihnen nochmals alles Gute für das neue Jahr 2026.
Carsten Hammer
Stadtbrandinspektor
