Am letzten Samstag im Oktober stand die Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Dieburg auf dem Übungsplan. Entgegen der üblichen Praxis waren jedoch weder Sirenengeheul zu Beginn der Übung noch Einsatzfahrten von Fahrzeugen im Stadtgebiet wahrzunehmen. Wie kann das sein? Was war passiert?

Drei Wochen zuvor wurde in einer Hauptübung aller Nachtalarmzüge der neue bzw. erweiterte Notfallplan zur Gasmangellage bzw. für den Fall eines Stromausfalles der Mannschaft vorgestellt. Leider veranlassen die aktuellen Zeiten dazu, auch in diesem Umfeld die Vorkehrungen und Vorbereitungen zu intensivieren. Daher wurden in den letzten Wochen einige größere und kleinere Anschaffungen getätigt, um auch in einer solchen Lage weiterhin die hoheitlichen Aufgaben erfüllen zu können. Hierbei erfolgten enge Abstimmungen mit der Stadtverwaltung, dem Bürgermeister und dem Landkreis. Als Ergebnis der Präsentation war eine signifikante Mehrheit der Übungsteilnehmer dafür, die Jahresabschlussübung nicht feuerwehrtechnisch zu gestalten, sondern den Notfallplan – soweit aktuell möglich – durchzuspielen.

Gemäß der vorherigen Planung gelang es, innerhalb von zwei Stunden alle wesentlichen Auf- und Umbauten vorzunehmen, um im Falle eines Stromausfalles die Einsatzkräfte und deren Haushaltsangehörigen verpflegen zu können. Im Detail konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden, um Materialvorhaltung und Organisation zu optimieren. 

Nach erfolgtem Aufbau machte sich auch Bürgermeister Frank Haus ein Bild von der Umsetzung. „Man kann von einer erfolgreichen Übung sprechen. Natürlich hoffen wir, dass wir wie in vielen Bereichen nur Vorsorge getroffen haben und der Ernstfall ausbleibt. Aber sollte es dazu kommen, sind wir gewappnet und haben einen getesteten Plan in der Schublade“ resümiert Stadtbrandinspektor Carsten Hammer.

Nach erfolgreichem Rückbau, welcher ebenfalls in zwei Stunden abgeschlossen werden konnte, wurde im Wirtschaftskeller noch die neue Kühltheke eingeweiht und einem ersten Test unterzogen. Nach längerer Abschaltung durch Corona war die jahrzehntealte Kühlung nicht mehr reparabel. Dank eines großen Anteils durch den Förderverein konnte eine professionelle Gastro-Theke installiert werden, welche Dank ihrer modularen Bauweise auch bei einem Neu- oder Umbau weiter Verwendung finden kann. Ein großer Dank gebührt hier den fleißigen Helfern, die neben ihrem ehrenamtlichen Engagement in der Feuerwehr zusätzlich viele Stunden mit diesem Projekt verbracht haben.