Nunmehr acht Wochen nach Erhalt des Marschbefehls durch das Land Hessen soll der internationale Ländereinsatz in Griechenland zusammengefasst werden:

Aufgrund der außer Kontrolle geratenen Waldbrände in Teilen Griechenlands wurde auch Hilfe aus Deutschland angefordert. Der hessische Verband wurde von fünf Kameraden der Feuerwehr Dieburg unterstützt, die am Montagmittag gemeinsam mit Kräften aus dem gesamten Landkreis Darmstadt-Dieburg den langen Weg nach Griechenland angetreten waren.

Als Führungskomponente kam der ELW 1 der Feuerwehr Dieburg zum Einsatz; auch ein Reisebus eines Unternehmens aus Groß-Zimmern wurde mitgeführt, um die Mannschaft bis nach Lalas zu transportieren.

Neben Bürgermeister Frank Haus war auch Landrat Klaus-Peter Schellhaas am Hauptstützpunkt, um die sich dort sammelnden Kräfte zu verabschieden.

Am Montagabend, den 09.08.2021 wurden die Einsatzkräfte in der Nähe von Augsburg sehr herzlich empfangen. Nach einem gemeinsamen Abendessen und einem Tankstopp führte die Route über München weiter nach Bozen zur dortigen Berufsfeuerwehr, wo der Verband am Dienstag (10.08.2021) gegen 06:00 Uhr ankam.

Auf den Zwischenstopps erfuhren die Einsatzkräfte große Hilfsbereitschaft: Banner mit Danksagungen säumten Autobahnbrücken und bei den kurzen Pausen auf Raststätten und Parkplätzen wurden den Kameraden Bilder und Glücksbringer von Kindern überreicht.

Nach einer längeren Pause und einem Südtiroler Frühstück passierte der Verband den Gardasee und erreichte danach Bologna, dort ebenfalls die Berufsfeuerwehr. Hier wurde ein Nachtquartier aufgebaut und am nächsten Tag (mittwochs, 11.08.2021) ging es weiter nach Ancona.

Der Verband aus diversen Hilfsorganisationen mit 165 Einsatzkräften und 35 Fahrzeugen steuerte den Weg auf die Fähre Zeus-Palace (Grimaldi Lines) an, die in Ancona am Mittwochmittag gestartet war und am  Donnerstag (12.08.2021) gegen 10:00 Uhr den Hafen von Patras/Peloponnes in Griechenland nach 22 Stunden Überfahrt und 490 Seemeilen erreichte.

Von dort folgte für den Verband eine weitere Fahrt von rund 130 Kilometern bis nach Arkardien-Lalas, auf der Halbinsel Peloponnes, wo das Vorauskommando bereits in enger Abstimmung mit der örtlichen Einsatzleitung die ersten Einsatzaufträge abstimmte.

Am Abend des Donnerstag schlugen die Kameraden ihre Zelte auf und machten sich auf einem ehemaligen Schulgelände für einen längeren Aufenthalt bereit. Am Freitagmorgen (13.08.2021) erfolgte eine Einweisung aller Kräfte in sämtliche Fahrzeuge. Gegen 14:00 Uhr waren alle Kameraden einsatzbereit und der Zug II des Kontingentes Darmstadt-Dieburg fuhr zum ersten Einsatz in die Umgebung von Lalas. Hier konnten bis zum Abend die griechischen Kollegen durch Ablöschen verschiedener Glutnester und kleinerer Brandstellen unterstützt werden.

Von Freitag auf Samstag (14.08.2021) wurden mit dem Zug I im ca. 20 km entfernten Olympia von Bergen aus Kontrollen und Überwachungen der Brandstellen sowie Kontrollen vor Ort durchgeführt, um Glutnester zu löschen und auch selbstständig Brandherde zu lokalisieren und abzulöschen.

Ebenfalls samstags  ging es dann am Tag mit dem Zug II in ein Waldgebiet in der Nähe von Lalas. Dort wurde nach kurzer Einweisung durch die örtlichen Kräfte in sehr unwegsames Gelände verschiedenen Rauchentwicklungen nachgegangen. Auch Glutnester wurden entdeckt. Mit Fußtrupps und Waldbrandausrüstung (Löschrucksäcke) sowie Tanklöschfahrzeugen wurde das gesamte Waldstück durchkämmt. An mehreren Einsatzstellen wurden die Tanklöschfahrzeuge angefordert, um dort die Feuer zu löschen.

Am Ende des vorherigen Einsatzes kam es zu einem Ausbruch eines Waldbrandes in Olympia, wobei  sich die Einsatzkräfte in Bereitstellung halten mussten. Wenig später konnte Entwarnung gegeben werden: Ein angefordertes Löschflugzeug löschte den Brand schnell.

Am Samstagabend folgte für den Zug I eine Nachtschicht in der Nähe von Olympia, wo wie am Abend zuvor die Tätigkeiten bearbeitet wurden. An drei unterschiedlichen Standorten wurden die Fahrzeuge positioniert, um die Überwachung des Gebietes sicherzustellen und schnell eingreifen zu können. Am Sonntagmorgen (15.08.2021) wurde der Zug II zur Ablösung nach Olympia beordert und konnte die Aufgaben der Nachtschicht übernehmen.

Montags, am frühen Morgen gegen 03:00 Uhr, wurden die Zelte und die gesamte Infrastruktur zurückgebaut und verladen. Drei  Kameraden konnten um 09:30 Uhr abreisen und von Athen aus mit dem Flugzeug den Heimflug nach Frankfurt antreten.

Am Montagvormittag (16.08.2021) setzte sich der Verband in Bewegung und fuhr von Lalas nach Patras. Um 17:00 Uhr legte die Fähre in Patras pünktlich ab und war am Dienstag (17.08.2021) wieder in Ancona um 18:00 Uhr angekommen.

Die Rückfahrt führte wieder über Bozen (Brennerpass-Autobahn), wobei der Verband mittwochs (18.08.2021) um 10:00 Uhr in der Nähe von Rosenheim ankam.

Dort übernahmen zwei Fahrer der Feuerwehr Dieburg das Fahrzeug, sodass die in Griechenland eingesetzten Kräfte zur Erholung in einem Reisebus die restliche  Heimfahrt antreten konnten.

Um 19:00 Uhr kamen alle Kameraden in Dieburg an. Am Stützpunkt wurden alle sehr herzlich empfangen: Auch Landrat Klaus Peter Schellhaas war wieder vor Ort.

Am nächsten Tag wurde das Fahrzeug gereinigt und wieder einsatzbereit gemacht.

 

Pressebericht da-imnetz.de

Pressebericht echo-online.de (zu Rückmeldungen aus sozialen Medien)

Pressebericht echo-online.de (zum Einsatzgeschehen)

Pressebericht Mainecho